Die Welt
Beim Konzert mit der Jungen Philharmonie Köln in der Laeiszhalle unterstreicht Leonard Elschenbroich seine künstlerischen Vorzüge
Der charmante junge Mann am Cello blickt gen Musikhallenhimmel. Den entrückten Phrasen von Antonín Dvoráks Cellokonzert in h-Moll scheint er mit seiner Neigung zur theatralischen Inszenierung seines Spiels vollends Flügel verleihen zu wollen, erfüllt und erfühlt er doch die langen Phrasen des herrlichen Werks mit betörenden Kantilenen. Leonard Elschenbroich will nach oben. Das ist bei seinem Auftritt am Sonntag klar zu hören - und zu sehen. Dabei wird deutlich: Der 24-jährige Cello-Beau hat in der Tat das Zeug dazu, ein ganz Großer seines Instruments zu werden.
Bei seinem von der Jungen Philharmonie Köln engagiert begleiteten Auftritt verbindet der Frankfurter jungmännischen Charme und virtuose Attacke mit einer verblüffend reifen Ausdruckstiefe. Dvoráks rasche Lagenwechsel meistert er mit spielerischer Leichtigkeit, seine Intonation ist über jeden Zweifel erhaben, und seine starken Gefühle setzt er mit Geschmack, also keineswegs mit einer Überdosis schmalzigen Vibratos ein. Wenn er seine lockige Mähne aus dem Gesicht streicht und danach voller Emphase in den Nacken wirft, bezirzt er an diesem Abend Mütter und Töchter gleichermaßen. Leonard Elschenbroich gefällt dem Publikum auf Anhieb, und er gefällt sich selbst - keine schlechten Voraussetzungen für eine steile Karriere auf der klassischen Konzertbühne, auf der mehr denn je ein gesundes Talent zur Selbstdarstellung gefragt ist, das der Preisträger des Leonard Bernstein Awards geschickt mit künstlerischen Vorzügen zu verbinden weiß.
War er zur Verleihung des Awards beim SHMF letzten Sommer gemeinsam mit seiner von ihm hochverehrten Mentorin Anne-Sophie Mutter aufgetreten, hat ihn nun auch Christoph Eschenbach unter seine Fittiche genommen, mit dem er im August die Cellosonaten von Beethoven musizieren wird.
Doch auch ohne jede prominente Unterstützung kann der Künstler seinen besonderen Rang unter Beweis stellen. Denn er besitzt jene persönlichkeitsstarke Attitüde des gleichsam romantischen Virtuosen, bei der echtes Charisma im Spiel ist. Die Ruhe seiner musikalischen Gestaltung wirkt überlegen, die poetische Imaginationskraft seiner Dvorák-Interpretation wirkt berührend.
Kölner Stadtanzeiger
Verträumt, innerlich, eigenwillig
[...] Er bot jetzt großen und variantenreichen Ton auf, spielte mal rhapsodisch, mal verträumt, verinnerlicht, mit eigenwilligen Tempi.
Ibbernbürener Volkszeitung
[...] Im Zentrum des Abends stand aber das Konzert für Violoncello und Orchester (h-moll Op. 104) von Antonin Dvorak. Den Solopart spielte der junge Cellist Leonard Elschenbroich, unangefochtener Star und Liebling des Abends. Das Publikum war so begeistert, dass es schon nach dem ersten Satz zu kräftigem Applaus ausbrach. [...] Sofern überhaupt möglich, schien Elschenbroich sich nochmal zu steigern. Er kostete die Brillanz und die ausdrucksvollen Kantilenen des beliebten Cellokonzerts voll aus. Mal ließ er sich von der Begleitung tragen, viel häufiger animierte er das Orchester zu einem wundervollen Wechsel- und Zusammenspiel. Er beeindruckte mit höchst sensibler Musikalität, enormer Virtuosität bis in die höchsten Lagen, und durch mitreißend rhythmischen Schwung. Das Publikum lag ihm – nicht zu letzt wegen seiner enormen Ausstrahlungskraft – fasziniert zu Füßen.
Garmischer Tagblatt
Fantastische Solisten
Schon nach dem ersten Satz konnten die Besucher ihre Begeisterung nicht mehr zurückhalten und applaudierten wider aller Gepflogenheiten. Vom Orchester sicher eingebettet und vom Dirigenten gut geführt spielten die jungen Solisten Wu Quian (25), Klavier, Alexander Sitkovetsky (26), Violine und Leonard Elschenbroich (24), Violoncello, einen Beethoven, wie man ihn poesievoller und schöner selten hören konnte. [...]
Wie Bälle warfen sich Solisten und Orchester gleich im Ersten Satz die Themen einander zu. Bereits hier merkten die Zuhörer, dass die Solisten, auch sonst als Trio erfolgreich, sensibel aufeinander eingespielt sind. Die junge Quian spielte ihren Klavierpart mühelos, technisch perfekt und mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Die beiden Streicher, Violinist Sitkovetsky und Cellist Elschenbroich, begeisterten beide mit wunderschönem weichen Ton. Sie „sangen“ besonders im Largo-Satz geradezu auf ihren Instrumenten, um dann im Dritten Satz mit schwindelerregendem Tempi ein grandioses Finale zu setzen. Mit verdienten Bravorufen honorierten die Besucher dieses musikalische Erlebnis.
Augsburger Allgemeine
Unglaubliche Empfindsamkeit, Brillanz und Virtuosität
„Leonard verfügt über eine ganz außergewöhnliche Begabung: Seine musikalische Sensibilität, verbunden mit couragierter Virtuosität, sind sehr beeindruckend, und er überzeugt durch seine ausstrahlungsstarke Persönlichkeit.“ Anne-Sophie Mutter hat für den 24-jährigen Frankfurter Cellisten Leonard Elschenbroich die passenden Worte gefunden. Die von ihr ins Leben gerufene Anne-Sophie-Mutter-Stiftung unterstützte ihn von 2002 bis 2008 sehr intensiv. Beim „Festival der Nationen“ war Elschenbroich der absolute Star des Sonntagabends.
Die große Dankbarkeit für das grandiose Spiel wurde vom Publikum mit spontanem, heftigem Applaus und Bravo-Rufen zum Ausdruck gebracht. Leonard Elschenbroich spielte mit der Philharmonie der Nationen unter dem Dirigat von Justus Frantz das „Konzert für Violoncello und Orchester in C-Dur, Hob VIIb:I“ mit einer unglaublichen Empfindsamkeit, äußerster Brillanz und Virtuosität. Er schien in sein Spiel versunken, ihm ganz hingegeben, und doch war der Blickkontakt zum Dirigenten immer wieder da.
Garmischer Tagblatt
Hörgenuss der Superlative
In Schloss Elmau […] zeigte der 24-Jährige in Frankfurt geborene Cellist LeonardElschenbroich eindrucksvoll, dass er bereits zur Weltelite der Cellisten gehört. Sein Recital mit Alexei Grynruk war geladen mit Vitalität, und einem aus der Seele kommenden emotionalen Reichtum, der in jeder Faser seines Körpers mitzuschwingen schien. […] Gerade die Interpretation der langsamen Sätze, schien in seiner auf Schlichtheit beruhenden Wirkung unübertreffbar. Diese kostbaren Momente waren so einfühlsam zelebriert, dass der Zuhörer darüber ins Grübeln geraten könnte, ob nicht die Wiedergabe aus dem Lautsprecher sie gerade um das wertvollste Erlebnis der Musik bringt.
Die Welt
Geigenkönigin und Celloprinz
Anne-Sophie Mutter und Leonard Elschenbroich weisen
der Klassik beim SHMF in Lübeck den Weg
Die grandiosen Auftritte gemeinsam mit ihrem Schützling Leonard Elschenbroich vorgestern in Lübecks ausverkaufter Musik- und Kongresshalle und zuvor schon in Kiels Sparkassen-Arena gaben eindrucksvoll Zeugnis davon in welcher Harmonie sich der Virus der Musikliebe fortpflanzen lässt. […] Der gänzlich innige Dialog zwischen Meisterin und Schüler schien hier einer wahren Seelenverwandtschaft zu entspringen. Nachdem der Poet am Cello eine seiner berückend einfühlsamen Kantilenen ausgesponnen hatte, blickte er schmachtend zu ihr hinauf, spielte La Mutter einen wie gehauchten Schlusston hinüber. […]
Elschenbroich hingegen, frisch gebackener Preisträger des Leonard Bernstein Awards erlaubt sich jugendlichen Überschwang und versprüht einen ungeheuren Charme.
Hamburger Abendblatt
[…] Als er vor knapp 5000 begeisterten Zuhörern mit seiner Mentorin Anne-Sophie Mutter und dem SHMF-Orchester unter Leitung von Christoph Eschenbach das Brahms-Doppelkonzert meisterte […] bleibt festzuhalten, dass zwischen die Solisten kein Blatt passte; von Star und Sternchen konnte keine Rede sein, der Dialog fand auf Augenhöhe statt.
Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag
Das Meisterkonzert zum Auftakt des Deutschland-Schwerpunkts sorgte in Kiel für einen Beifall-Orkan.
[…] Mit deren Namenspatronin [Anne-Sophie Mutter] gemeinsam bestritt er den solistischen Anteil des Doppelkonzerts für Violine, Violoncello und Orchester a-moll op. 102 von Johannes Brahms. Da traf es sich besonders gut, dass Brahms in diesem Spätwerk den markant einleitenden Tutti-Takten ein ausgedehntes Cello-Solo folgen lässt. Für Elschenbroich ein Zeitraffer, in dem er seine stupende Technik, seine emotionale Spannweite und seine körpersprachliche Totalität stichprobenartig aufleuchten ließ. […] Eine Art vorweggenommener Kadenz, in der sich schon ankündigte, was sich dann in Elschenbroichs mustergültigem Einvernehmen mit Anne-Sophie Mutter als Höchstmaß noch vertretbarer individueller Freiheit in einem Brahms-Konzert bestätigte.
Sofia Nyblom, Svenska Dagbladet
"Ein neuer Cello Star [...] der charismatische Elschenbroich brachte eine neue Interpretation von Haydns Cellokonzert [Nr. 1 in C-Dur] mit einem außergewöhnlich romantischen Ansatz im Adagio-Satz und engagierten Dialog mit dem Orchester. Das lebhafte Finale war voll fiebriger Virtuosität und zeigte das Haydn Konzert als Antwort auf Vivaldis “Frühling”.
Peter Buske, Potsdamer Neueste Nachrichten
Nicht gerade häufig wird auch Robert Schumanns Violoncellokonzert a-Moll gespielt, da es nach einem Solisten verlangt, der sich gänzlich uneigennützig in den Dienst des singenden, sinfonisch geprägten Zwiegesprächs einzubringen versteht. Mit dem ausdrucksstarken, zu großer Klanggeste fähigen Gefühlsmusiker Leonard Elschenbroich steht er zur Verfügung, der auch körperlich hemmungslos in der Musik aufgeht. Sozusagen ein Rolando Villazón der Saiten. Sein vortreffliches Gofriller-Instrument behandelt er dabei wie eine Geliebte: zärtlich umfassend, saitenliebkosend, auf sie hörend. Gemeinsam spielt man Poesie, die, sehr zu ihrem Vorteil, ein wenig rational geprägt wird. Mit Lagenwechseln, Legatolinien und anderen höchst anspruchsvollen Spieltechniken kommt er perfekt zurecht. In übermütiger, klangschlank gehaltener Spiellaune endet das Konzertstück.
Sigfried Schibli, Basler Zeitung
Gerade mal 23-jährig ist der Frankfurter Leonhard Elschenbroich, der im Sinfoniekonzert - am Mittwoch unter Coop-Flagge, am Donnerstag als Volkssinfoniekonzert, beide Male im vollbesetzten Musiksaal - als Cello-Solist mitwirkte. Und wenn man der Jugend von heute bisweilen attestiert, sie sei eher mutlos und nur allzu anpassungsfähig, so gilt das sicherlich nicht für den aus der Schule von Franz Helmerson stammenden Deutschen. Er packte das Cellokonzert in D-Dur von Joseph Haydn mit solcher Verve, Brillanz und Tempofreude an, dass sich das Sinfonieorchester mächtig anstrengen musste, um überhaupt noch mitzuhalten. [...] Seine Wiedergabe war nicht auf routiniertes Sicherheitsdenken aus, sondern zeigte einen hochtourigen, schon im Zeichen der Virtuosen-Romantik eines Chopin oder Liszt stehenden Haydn. Die originelle, auf Basel bezogene Zugabe: die Sacher-Variation von Lutoslawski.
Guido Holze, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Zart und zupackend, […] so kohärent wie nur möglich, technisch makellos, und teil mit spielerischer Leichtigkeit. […] Charakterstarker Klang, der den Komponisten ohne Umschweife sprechen ließ – über Emotionen.
Frankfurter Rundschau, Bernhard Uske
Was den Draufgänger kennzeichnet, nämlich jeden seiner Schritte zielführend als Wagnis einzusetzen, das ist auch die Verhaltensweise des gebürtigen Frankfurters Leonard Elschenbroich an seinem Instrument,[…] ein am Rande des Ausdrucksausnahmezustands Agierender.
Stavanger Aftenblad | 2.11.08
„Mit Rising Star Leonard Elschenbroich war das Werk in den besten Händen […] Er eroberte den Saal im Sturm."
Kölner Rundschau
Sein Vortrag kam beim Publikum sensationell gut an [...]. Sein Cello sang unter seinen Händen phänomenal schön und färbte das mozärtliche Thema glutvoll romantisch.
Peter Quantrial, The Strad
Unbounded tireless energy […]
Elschenbroich seized his big moment […]
Bravo!
Hartmut Lück, Weser Kurier
„Hier setzte sich der junge Virtuose mit weit schwingenden Melodiebögen, und geschmeidigem [...] vollmundigem Ton im Pianospiel, ausnehmend gut in Szene, eroberte aber auch mit fabelhafter technischer Beweglichkeit im schnellen Finale die Sympathie der begeisterten Zuhörer."
C.F. Pichler, Dolomiten
Mit der gelehrsamen Beredtheit und Ausstrahlung, wie Elschenbroich die Musik in die Gegenwart versetzt, verspüren wir die vollglütige Leidenschaft und Beglückung.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Man musste nicht lange zuhören, um zu bemerken, dass es sich bei diesem Musiker um einen wahrfaft außergewöhnliches Talent handelt. Elschenbroich hat – dies zeigte gliech die einleitende e-moll Sonate von Johannes Brahms geradezu überdeutlich – die Gabe sich “authentisch” mitzuteilen, glaubwürdig bis ins letzte Detail; nichts an dieser elegisch-kraftvoll strömenden, ebenso natürlich atmenden wie in den einzelnen Sätzten feinsinnig charakerisierenden Wiedergabe vermochte diesen Eindruck zu schmälern.[..] Selten wohl hatte man Claude Debussy’s Sonate für Cello und Klavier so verständlich, so einleuchtend gehört, wie an jenem Abend. Schon zuvor hatte sich gezeigt, dass eine der großen Stärken Elschenbroichs in der Klarheit der Gestaltung liegt, in der Kunst, durch die Plastizität der musikalischen Geste den Eindruck unmittelbarer Fasslichkeit zu vermitteln.
